Risiken und Komplikationen bei Operationen an der Hand

 

Die Hand besitzt einen komplexen Aufbau mit vielen wichtigen Strukturen wie Nerven, Sehnen und Blutgefäßen auf engem Raum. Bei operativen Maßnahmen sind diese Strukturen immer potentiell gefährdet. Zur Reduktion des Verletzungsrisikos finden am GZ-Rheinmain alle Handoperationen unter Verwendung optischer Vergrößerungshilfen (Lupenbrille, Kopfmikroskop) statt. Zusätzlich wird die Übersicht durch die Verwendung einer Blutsperre erhöht. Verwachsungen und Narbenbildungen sind hingegen individuelle, biologische Faktoren, die der Operateur nur begrenzt beeinflussen kann.
Dem Risiko einer postoperativen Wundinfektion wird vorbeugend begegnet, indem bei großen handchirurgischen Eingriffen eine intraoperative Antibiotikaprophylaxe erfolgt. Selbst mit der gründlichsten Desinfektion des Operationsgebietes kann keine Keimfreiheit der Haut des Patienten erreicht werden! Insgesamt liegt das Infektionsrisiko bei handchirurgischen Operationen am GZ RM unter 0,5%. Gefürchtete Hospitalinfektionen kommen nahezu nicht vor, da die meisten Eingriffe ambulant erfolgen oder nur eine kurzstationäre Verweildauer notwendig ist. Postoperative Schwellungen und Einschränkungen der Handfunktion sind typisch und brauchen eine möglichst frühzeitige Eigentherapie. Dazu muss der Patient mehrfach die Hand bewusst und mit Spannung öffnen und zur Faust schließen. Hierdurch wird die Schwellung aus der Hand gepumpt und der Rückstrom von Blut und Lymphe angeregt. Länger andauernde Schwellungszustände brauchen eine enge ärztliche Betreuung und sind immer ein Grund zur Wiedervorstellung bei Ihrem Operateur. Damit bei auftretenden Komplikationen oder Unklarheiten eine schnelle Hilfe erfolgen kann, steht Ihnen das Team des GZ Rheinmain über den eigens eingerichteten Telefondienst zur Verfügung. In dringenden Fällen wird Ihr Operateur auch über ein Notfall-Mobiltelefon erreicht.

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