Kahnbeinpseudarthrose (Nicht geheilter Kahnbeinbruch)

 

Bei unzureichender Ruhigstellung der Kahnbeinfraktur besteht die Gefahr der fehlenden Knochenheilung mit Ausbildung einer Pseudarthrose. Diese führt durch Inkongruenzen und Abriebpartikel mit chronisch schleichender Entzündung zur Arthrose des Handgelenkes.

 

 

Operationsverfahren

 

Die Therapie besteht in der Resektion der Pseudarthrose und Verbolzung mit einem speziell hierfür zugeschnittenen Knochenspan aus der Beckenschaufel, der sog. Matti-Russe-Plastik.

Resektion der Pseudarthrose, Aufrichten des Kahnbeines und einpassen eines speziell hierfür zugeschnittenen Beckenkammspanes aus der vorderen Beckenschaufel. Dieser gut durchblutete Schwammknochen ermöglicht die Fraktur/PSA-Heilung durch Bereitstellung von osteoaktiven Substanzen und Osteoblasten sowie der Gewährleistung biomechanischer Stabilität.

Eingebolzter Beckenspan nach Resektion der Kahnbeinpseudarthrose und gleicher Patient 12 Monate nach der Operation. Vollständige Einheilung des Knochens, keine Progression der Arthrose.

 

Anästhesieverfahren
 

Vollnarkose.

 

Nachbehandlung
 

Wegen der schlechten Durchblutungssituation des Kahnbeines generell und speziell bei der Pseudarthrose ist eine Ruhigstellung im Unterarm-Kahnbeincast für 12 Wochen erforderlich. Vor Freigabe aus dem Cast ist bei radiologisch unsicheren Fällen eine Dünnschnitt Computertomographie notwendig. Ist die knöcherne Überbrückung noch zweifelhaft, sind weitere 4 Wochen Unterarmgips notwendig. Sollte dann keine Durchbauung vorliegen, wird die Hand dennoch freigegeben und physiotherapeutisch beübt. Weitere Operationen sind dann abhängig vom Beschwerdebild und der Remineralisation des Knochens.

 

 

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