zurück

Ringbandstenosen / Schnappfinger

 

Anatomie/Symptome
 

Die Beugesehnen der Langfinger durchlaufen 4 Ringbänder, die zwischen Mittelhandköpfchen und Endglied angeordnet sind. Das A1 Ringband am Mittelhandköpfchen stellt eine natürliche Engstelle für die Sehnen dar. Kommt es durch entzündliche Veränderungen oder altersbedingter Degeneration der Sehne zu Schwellungen in diesem Bereich quillt die Sehne an und bleibt am A1 Ringband hängen. Dies wird vom Patienten als Schnappen empfunden, welches bei weiterer Stenosierung bis zur festen Blockade mit fixiertem Schnappfinger führen kann.

Hier sind die Ringbandstrukturen der Finger dargestellt. Nur das A1 Ringband wird bei der Operation gespalten. Siehe Verlauf der roten Linie. Hierdurch wird die Ausbildung einer gefürchteten Bogensehne vermieden.

 

Konservative Therapie
 

Eine einmalige Steroidinjektion kann erwogen werden. Die degenerierende Wirkung muss aber kritisch abgewogen werden. Sehnenrupturen nach Injektionen sind in der Literatur beschrieben. Daher empfehlen wir primär die operative Dekompression des Ringbandes.

 

Operationsverfahren
 

Kleine quere Inzision in der Hohlhand über dem A1 Ringband, sichere Schonung der Gefäß-Nervenbündel für die Finger durch Hakenschutz. Spaltung des Ringbandes und Kontrolle des Sehnengleitverhaltens, ggf. begleitende Sehnentrimmung und/oder partielle Tenosynovektomie notwendig. Die Operation wird am Gelenkzentrum Rhein-Main in Oberarmblutleere und Lupenbrille ausgeführt, um maximale Sicherheit bieten zu können.

 

Anästhesieverfahren
 

Wir führen diese ambulante Operation im Handgelenksblock, intravenöser Regionalanästhesie oder axillärer Plexusanästhesie durch.

 

Nachbehandlung
 

Fünf Tage elastischer Kompressionsverband, danach funktionelle Eigenübungen in der Regel ausreichend. Keine Schonung oder Ruhigstellung des Fingers um eine Vernarbung und Verklebung der Sehnen im Wundgebiet zu verhindern.

 

 

 

zurück

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Gelenkzentrum Rhein-Main