Veraltete Kahnbeinpseudarthrose mit Sekundärarthrose

 

Diese Fälle haben die schlechteste Prognose. Eine Sanierung des Kahnbeines ist nicht erfolgversprechend. Der Arthroseprozess hat das speichenseitige Handgelenk zerstört und schreitet über die zentrale Handwurzel auf das gesamte Handgelenk fort. Die möglichen Therapiemaßnahmen richten sich nun ausschließlich auf die Beschwerdelinderung unter maximal möglicher Erhaltung oder Herstellung einer Streck-und Beugefähigkeit des Handgelenkes. Bei erhaltener Mondbeingrube und intaktem Handwurzelgelenk ist die Resektionsarthroplastik der proximalen Handwurzel die Therapie der Wahl. Erstreckt sich die Arthrose auch auf die Handwurzel kann mit der Teilarthrodese des Handgelenkes (four-corner) die Fähigkeit zur Streckung und Beugung im Handgelenk erhalten werden. Die komplette radiocarpale Arthrodese sollte auf Grund des Bewegungsverlustes für die Beugung und Streckung des Handgelenkes nur bei erheblichen Beschwerden, ausgeschöpfter konservativer Therapie und erfolgloser Denervation erfolgen.

Resektionsarthroplastik der proximalen Handwurzel mit Einstellung des Kopfbeines in die Mondbeingrube erlaubt eine gute Beweglichkeit von ca. 45-0-45° Streckung/Beugung und stellt eine Rettungsoperation bei veralteter Kahnbeinpseudarthrose im Arthrosestadium 1 und 2 dar.

Veraltete Kahnbeinpseudarthrose mit Handgelenksarthrose und Schmerzen bei noch guter Beweglichkeit. Vorangegangene Denervationstestung war negativ. Die Restbeweglichkeit von 30-0-30 Streckung/Beugung konnte durch die Kahnbeinresektion und Teilversteifung der Handwurzel (four-corner) erhalten werden.

Fortgeschrittene Handgelenksarthrose bei veralteter Kahnbeinpseudarthrose im Stadium 4. Bei starken Schmerzen, negativem Denervationstest und bereits starker Bewegungseinschränkung bestand der Wunsch zur Handgelenksversteifung mit freier Drehfähigkeit des Unterarmes.

 

 

 

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