Wartenberg-Syndrom

 

Anatomie
 

Der sensible Ramus superficialis nervi radialis tritt zwischen dem M. brachioradialis und M. extensor carpi radialis longus ca. 8 cm proximal des Handgelenkes durch die Unterarmfaszie. Dort kann der Nerv durch Armreifen, Bänder und Schmuck eine chronische Druckschädigung erfahren. Eine Irritation durch rheumatisch verdicktes Sehnengleitgewebe ist ebenfalls möglich.

 

Symptome
 

Gefühlsstörungen am streckseitigen Daumen- und Zeigefingerbereich sowie dem ersten Intermetakarpalraum. Minderempfindungen und elektrische Missempfindungen mit Verstärkung bei provozierter Drehbewegung des Handgelenkes gegen Widerstand.

 

Konservative Therapie:
 

Ausschalten der auslösenden Ursachen für Schädigung durch Druck von außen. Uhren, Armreifen etc. nicht mehr auf der betroffenen Seite tragen. Dehnungsübungen des Handgelenkes nach ellenwärts, lokale Bindegewebsmassage.

 

Operationsverfahren
 

Die Operation ist bei diesem Krankheitsbild selten notwendig!
Spaltung der Unterarmfaszie, Revision des Nervendurchtrittes und ggf. Resektion von verdicktem Sehnengleitgewebe. Ggf. Kerbung/Z-förmige Verlängerung der Sehne des M. brachioradialis.

 

Anästhesieverfahren
 

Die Operation ist in Vollnarkose, intravenöser Regionalanästhesie oder in Plexusanästhesie möglich. Die Operation wird ambulant durchgeführt. Weitere Details erfahren Sie im individuellen Beratungsgespräch durch Ihren Arzt im Gelenkzentrum Rhein-Main.

 

Nachbehandlung
 

Wundverband bis zum Fadenzug, Narbenabhärtung, ggf. Silikonauflagen zur Verhinderung von Keloiden.

 

 

 

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